Beiträge von teebeat

    Du willst nicht "route to this track only" machen, sondern nur "route to this track", damit das Signal zweigeteilt wird. (Oben steht es zumindest noch anders in Deinem Text.) Wenn Dein Signal dann insgesamt lauter wird, stelle im Reverb mal den Dry-Regler auf Null, sonst wird das trockene Signal noch ein zweites Mal zum Master geleitet. Im Send gilt das Prinzip, den uneffektierten Signalanteil immer auf Null zu setzen.


    So wie Du Dein Vorgehen mit dem Peak-Controller beschreibst, wird das Reverb dann durch alle Signale geduckt, die auf diesem Send landen. Das heißt, wenn Du nicht mit allen Signalen das Reverb ducken möchtest, wäre es wohl tatsächlich am einfachsten, einen zweiten Send zu machen, ohne den Peak-Controller.

    Es geht auch mit nur einer Instanz vom Span, wird aber etwas komplizierter:


    1. Lade Deinen Referenz-Track in die Playlist (am besten nach ganz oben) und route ihn auf Mixer-Kanal 1


    2. Jetzt lasse die Verbindung von Kanal 1 zum Master bestehen, aber drehe den Pegel dabei komplett auf Null:


    Jetzt hast Du den Referenz-Track zum Master-Kanal "gesidechained".


    3. Stelle im Mixer-Kanal 1 den Ausgang auf das Audio-Interface wie im Post oben beschrieben.
    Du kannst jetzt den Referenztrack hören und gleichzeitig kommt das Signal über die Sidechain beim Master an.

    Suche Dir jetzt die Stelle in der Referenz, zu der Du vergleichen willst (meistens der Drop) und sobald Du weißt, wo da ist, kannst Du den ReferenzTack in der Playlist beschneiden, bzw. den Clip von links und rechts einkürzen und ihn dann dahin schieben, wo bei Deinem Track der Drop ist. Dann den Ausgang auf Mixer-Kanal 1 wieder auf "none" stellen. Sonst hörst Du beide Tracks parallel.


    4. WIrf eine Instanz vom SPAN auf den Master-Kanal


    5. Drücke auf das kleine Zahnrad im SPAN-Fenster oben links, dann den Stecker mit dem Zahnrad und wähle dann den Tab "Processing". Stelle den Input 1 auf den Mixer-Kanal 1:


    6. Schließe die Einstellungen wieder durch Klick auf das Zahnrad oder den Stecker ohne Zahnrad.


    7. Im Span wähle "Routing" und stelle alles so ein:

    Damit nimmt der SPAN das Signal auf den Eingängen 3 und 4 (das entspricht Input 2 in dem anderen Fenster, dort ist nichts besonderes eingestellt, also nimmt er das, was normal auf den Master-Kanal kommt, nämlich Deinen kompletten Mix), zeigt es als grünes Spektrum an und gibt es auf seinen Ausgängen 1 und 2 aus. Das Signal auf den Eingängen 1 und 2 (entspricht Input 1, dort liegt Dein Sidechain-Referenztrack an) weist er Gruppe G-2 zu.


    8. Jetzt musst Du noch das zweite Spektrum "Underlay" aktivieren, nämlich G-2:

    Damit erscheint Dein Referenz-Track als rotes Spektrum hinter dem grünen-Spektrum Deines Mixes:


    Jetzt kannst Du die Spuren Deines Mixes so equalizen, dass es ungefähr mit der Referenz übereinstimmt.

    Wo liegt mein Denkfehler?

    Wenn Du "Route to this track only" machst, geht der Submix ausschließlich auf den "Send" (der auf diese Weise gar kein Send ist...) und nicht mehr zum Master. Du willst das Signal parallel zum Master und zu Deinem Delay-Channel routen. Dann kannst Du entweder über den Send-Volume Regler den Pegel des Original-Signals einstellen, das zum Send geht (wenn Du den Regler auf Null stellst, hast Du ein reines Sidechain-Signal, das Du nicht hörst) oder über den Fader des Send-Channels den Pegel des effektierten Signals einstellen, das aus dem Send zum Master geht. Mit beiden Varianten kannst Du bestimmen, wieviel Delay parallel zum Submix dazu gemischt wird.



    So wie Du es gemacht hast, hast Du einfach den Submix um einen Mixer-Channel verlängert und Dein Delay ist nichts weiter als ein Insert-Effekt. Macht man so, wenn einem die Insert-Slots ausgehen.

    Zum Thema Referenz-Track: Nimm einen Track und lade ihn in die erste Spur in die Playlist. Route ihn dann auf einen beliebigen Mixer-Channel. Von diesem Mixer-Channel entfernst Du das Routing zum Master. Jetzt kannst Du ihn natürlich nicht mehr hören, deshalb stellst Du hier den Ausgang von "(none)" direkt auf Dein Audio-Interface, dann wird der Referenz-Track nicht von Deinem Master beeinflusst:



    In der Playlist kannst Du die Spur mit der Referenz zwischen Solo und Mute hin und her schalten.


    Um die Lautheit der Referenz möglichst genau an Deinen Track anzupassen, kannst Du das kostenlose Youlean Loudness Meter nehmen. Miss jeweils bei Deinem Track und der Referenz die Lautheit an einer Stelle, an der sehr viele Instrumente gleichzeitig spielen, z.B. im Drop. Um die Differenz aus diesen Messungen senkst Du den Referenz-Track dann ab, dann klingen beide Tracks ungefähr gleich laut.

    Versuche die Pegel-Verhältnisse der einzelnen Frequenzbänder zueinander in Deinem Track an die im Referenz-Track anzugleichen.

    Bilder

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    Hör Dir verschiedene professionell produzierte Tracks aus dem gleichem Genre immer wieder über Deine Boxen und auch über Deine Kopfhörer an.

    So bekommst Du ein Gefühl dafür, wie es sich "richtig" anhören müsste.

    Schmeiß Dir während des Mixings einen solchen Referenztrack auf eine Spur in FL Studio, mach diese Spur um so 10-12 dB (reiner Schätzwert...) leiser (da der Track ja gemastert und damit viel lauter ist als Deiner während des Mixings). Ein Spektrumanalyzer (z.B. der kostenlose Voxengo SPAN) auf dieser Spur kann Dir schonmal zeigen, wann welche Frequenzen wie laut sind.

    Jetzt kannst Du immer wieder hin und her muten und Deinen Track mit dem Referenztrack vergleichen.


    Häufig ist das Problem in den Mitten zu finden, vergleiche da mal per SPAN Deinen Track mit einem Referenztrack. Wenn die Mitten gut abgemischt sind, klingt es auf den meisten einfacheren Abhören ok, die ja oft gerade im Bassbereich nicht alles wiedergeben können.

    Wenn Du auf einer Abhöre mit schlechter Basswiedergabe mischst und dann die Bass-Frequenzen anhebst um das auszugleichen, klingt es auf einer guten Abhöre zu basslastig. Hier könntest Du eher versuchen, den Bass leicht zu verzerren um vorsichtig ein paar Obertöne zu erzeugen, die dann auch auf der schlechten Abhöre dafür sorgen, dass der Bass als solcher wahrgenommen wird.

    Ich kann Dir nur davon abraten, das Makro für Smart Disable zu benutzen. Wenn dann etwas nicht richtig läuft, und die Wahrscheinlichkeit dafür ist recht hoch, musst Du manuell bei allen Plugins Smart Disable wieder ausschalten.

    Du kannst händisch einzelne Plugins auf Smart Disable schalten und dann erstmal schauen, ob irgendwas komisch klingt und ob sich überhaupt was an der CPU-Last tut.

    Besonders anfällig für Probleme sind Plugins, die mit dem Playback synchronisiert sind, z.B. Fruity Love Philter mit seinen Envelopes. Wenn kein Audio auf dem Mixerkanal ankommt und das Plugin "smart" ausgeschaltet wird, kommt es aus dem Takt, sobald das Audio wieder da ist.

    Das Plugin ist ein Vorläufer vom aktuellen Toxic Biohazard (Toxic 4), der mal mit der Synapse DAW "Orion" ausgeliefert wurde.

    Vielleicht lässt sich darüber ein Download auftreiben.

    Vielleicht ist das aktuelle Toxic aber kompatibel genug, die Sounds nachzubauen?

    Ui, das ist wirklich sehr schade. Auch wenn es hier in den letzten Jahren immer ruhiger geworden ist und sich sehr viele der StammuserInnen anscheinend endgültig zurückgezogen haben, war es für mich eine tägliche Routine einmal nachzuschauen, was es hier so an Neuem gibt und wo ich vielleicht ein bisschen klugsch... kann. Habe auch eine ganze Menge von den Erfahreneren gelernt.


    Ich finde, dass der Umgangston hier immer außerordentlich freundlich gewesen ist, zumindest in den gut zehn Jahren, die ich aktiv dabei bin. Damit hat sich das Forum schon ziemlich von den meisten anderen Foren abgehoben.
    Tja, sehr, sehr schade, aber ich kann es auch irgendwo verstehen , dass sich der ganze Aufwand für Phil einfach nicht rentiert, wenn die Zahl der Aktiven hier immer kleiner wird.


    Ich habe oben nicht an der Abstimmung teilgenommen, weil ich einerseits nicht für ein Ende des Forums stimmen kann, aber gleichzeitig auch nicht aus der bequemen Postion eines Users für ein Fortbestehen votieren möchte. Ich denke Phil sollte die Entscheidung ganz unbeeinflusst von Sentimentalitäten treffen können.

    Daher vielen Dank an Phil und die ganzen Mods für Euren jahrelangen Einsatz den deutschsprachigen UserInnen eine Plattform zum kreativen Austausch über FL Studio zu bieten!
    Hoffentlich liest man sich mal drüben im Looptalk, bis dahin immer schön Mucke machen!

    Wirklich kein Audio? Oder nur keine Spektralanzeige im EQ? Wenn das der Fall ist, benutzt Du wahrscheinlich eine ältere FL Studio Version. Früher konnte der Parametric EQ 2 nämlich in diesem Patcherpreset kein reines Seitensignal anzeigen. Das kann er erst seit FL Studio 20.8.

    Das wäre dann aber nur ein kosmetisches Problem.

    Du kannst in den General settings den "Alternate undo mode" wählen, damit geht STRG-Z schrittweise durch die Undo-History anstatt Undo/Redo

    Wenn es wirklich nur eine Taste sein soll, könnte AutoHotkey evtl. gehen, damit soll man beliebige Tasten remappen können: https://www.autohotkey.com/docs/v2/misc/Remap.htm


    EDIT:


    Folgendes Script macht aus "F8" die Kombination "STRG+ALT+Z" wenn das FL Studio-Fenster aktiv ist. Wahlweise kann auch jede andere Taste genommen werden. "F8" funktioniert dann natürlich nicht mehr wie gewohnt. Ist aber eh nur der Plugin Picker, den bräuchte ich sowieso nicht, ist mir zu unübersichtlich.

    Code
    1. F8::
    2. {
    3. If WinActive("ahk_class TFruityLoopsMainForm")
    4. {
    5. SendInput "^!z"
    6. }
    7. }

    Das funktioniert übrigens nur, wenn der alternative Undo-Modus aus ist, den ich aber in meinem Workflow bevorzuge.

    Ok, also hab ich es richtig verstanden... Das selbe Beispiel hab ich auch schon gepostet. Was ich nicht verstehe an dem ganzem Thema, wie sollte es denn aussehen? Mein ich echt nicht blöd oder so Leute!

    Franz-Willi hätte es gerne, dass wenn er in seinem Beispiel in die Piano-Roll vom Avenger geht, dort die Noten aus dem Icarus als Ghost-Notes angezeigt werden und umgekehrt (siehe seinen Besipiel-Screenshot). Da es sich aber um unterschiedliche Patterns handelt, weil er Instrument-Tracks verwendet, geht das aber nicht und man sieht in der Piano-Roll immer nur die Noten des aktuellen Instruments.

    Mit Ghost-Notes im FL Studio-Sinn sind die Noten gemeint, die sich im selben Pattern aber in anderen Channels als dem aktuell in der Piano-Roll bearbeiteten Channel befinden. Diese Noten können gleichzeitig mit denen des aktuellen Channels in der Piano-Roll dargestellt werden.

    Klingt vielleicht etwas verwirrend, daher hier mal zur Veranschaulichung:


    Es befinden sich Noten in zwei Channels im selben Pattern:



    Öffnet man jetzt die Piano-Roll des Sytrus-Channels, werden die Noten für den 3x-Osc gleichzeitig in grau dargestellt, das sind die sog. Ghost-Notes. Damit hat man es etwas leichter, die Noten im selben Pattern aufeinander abzustimmen. (Mit einem Doppel-Rechtsklick auf die Ghost-Notes kann man übrigens bequem den aktuellen Channel der Piano-Roll auf den umschalten und die anderen Noten zu Ghost-Notes machen.)


    Zitat von FL Studio Manual
    Ghost notes - These are notes in other Piano rolls associated with the current Pattern. See the Piano roll Menu > View > Ghost channels (Alt+V) option. To edit Ghost notes (Double Right-Click or X1 button) on the notes to switch to the Ghost channel. Piano roll menu > Editable ghosts (Ctrl+Alt+V) - Allows direct interaction with Ghost Notes as per normal notes.


    Franz-Willi arbeitet mit Instrument-Tracks in der Playlist und verwendet damit sinnvollerweise in jedem Pattern nur einen Channel. Daraus ergibt sich, dass in einem Pattern keine Noten aus anderen Channels existieren und es daher keine Ghost-Notes gibt.

    Das ist leider für Instrument-Tracks nicht implementiert. Da bei dieser Arbeitsweise ja nicht mehr vorgesehen ist, dass in einem Pattern verschiedene Channels gleichzeitig angespielt werden (man kann das zwar immer noch so machen, dann hat man aber das Prinzip der Instrument-Tracks ausgehebelt), kann FL Studio nicht so einfach wissen, welche andere Channels zur Anzeige als Ghost-Notes herangezogen werden sollten. Also könnte es anhand der Playlist und der anderen Pattern eigentlich ja schon, man müsste dann aber die Möglichkeit haben, die Tracks auszuwählen, die man als Ghost-Notes sehen möchte, sonst könnte es schnell unübersichtlich werden. Kann es bei der klassischen Arbeitsweise ja schon.

    Ich bezweifle im Moment ehrlich gesagt, dass das jemals kommt.

    moin, ich habe eine FLP, wo eine Datei gefehlt hat. Ich hab die Datei jetzt wieder und würde sie gerne ganz genau dort wieder einfügen, wo sie damals bei Erstellung der FLP gewesen ist. Könnte ich auch anders regeln, ja. Möchte es aber gerne so machen. Wie kann ich rausfinden, in welchem Ordner FL Studio die Datei herholen wollte (aber nicht mehr konnte)? Kann man den genauen Dateipfad irgendwo auslesen?

    Einfacher ist es nach dem Öffnen der FLP in dem Dialog, der sich dann öffnet, über "Locate sample" zu gehen und den aktuellen Ort des Samples festzulegen.


    Wenn aber unbedingt das Sample an seinen ursprünglichen Ort kopieren willst, ginge das so:

    FL Studio speichert die Samples als Klartext in der FLP-Datei. Allerdings als sog. Unicode-String, das macht die Suche in der Datei etwas komplizierter.


    1. Du benötigst Notepad++ (Ein kostenloser Texteditor, sehr empfehlenswert, aber nur für Windows erhältlich. Falls Du auf dem Mac bist, musst Du nach einer entsprechenden Alternative suchen, die Textdateien zu ANSI konvertieren kann, s.u.)


    2. Mache Dir eine Sicherheitskopie Deiner FLP-Datei (!!!) und lade diese in Notepad++

    3. "Codierung" -> "UTF-8"

    4. "Codierung" -> "Konvertiere zu ANSI"

    5. Mit "STRG+F" den "Suchen"-Dialog öffnen


    6. Unter "Suchen nach:" den Dateinamen des Samples eingeben, die einzelnen Buchstaben durch Leerzeichen getrennt. Dabei reicht es, wenn Du z.B. ". m p 3" oder ". w a v" eingibst und Dich damit durch die einzelnen Samples durchklickst, die in der FLP abgelegt sind.

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